In diesem normal anmutenden wenngleich historischen Wohnhaus spiegelt sich die Breckerfelder Stadt- und Familiengeschichte wider.
Erbaut wurde es vermutlich erst nach dem großen Stadtbrand im April 1727. Im Urflurbuch von 1825 wird als Besitzer dieses Hauses ein Nikolaus Caspar Saalmann genannt. Beim Stadtbrand von 1846 brannte es nieder - Besitzer war zu diesem Zeitpunkt ein Doktor Nicolaus Caspar Saalmann.
Offenbar baute die Familie es wieder auf, denn im Verzeichnis der Brandgeschädigten von 1727 wird ein Medicus Saalmann, Dr. Medicinie als Hausbesitzer erwähnt. Noch 1742 und 1760 wird ein Saalman als Chirurgus bezeichnet; als Felddoktor erhielt dieser per 1. Dezember 1766 das königliche Privileg zur Betreibung einer Apotheke. Nikolaus Caspar Saalmann starb am 24. November 1790, das lutherische Sterbebuch führt ihn als wohlverdienten Doktor der Arzneigelehrtheit, Landphysikus und Bergmedicus.
Es gibt somit gute Gründe anzunehmen, dass hier die erste Apotheke der Stadt betrieben wurde.
Nikolaus Caspar war offenbar nicht nur Arzt. Er beteiligte sich 1773 gemeinsam mit Bürgermeister Goldenberg et Consorten an einer Zeche für Kupfererz nahe Ebbinghausen, die unter dem Namen Friedrichs Zeche eingetragen wurde.