In der Mitte des 19. Jh. erwies sich die Randlage Breckerfelds zusehends als Nachteil für seine wirtschaftliche Entwicklung.
Vom einst blühenden metallverarbeitenden Gewerbe waren nur noch wenige kleine Betriebe übrig geblieben und auch die im 18. Jh. entstandene Textilindustrie erwies sich nicht als dauerhaft.
Und so suchten die Breckerfelder nach neuen Erwerbsmöglichkeiten. Man fing beispielsweise an, Standuhren zu bauen und in Heimarbeit „Lichthalter, Lamettasachen etc.“ herzustellen.
Der letztgenannte Produktionszweig traf offenbar auf rege Nachfrage und so entschloss sich die Firma „Hedtstück und Berninghaus“ im Jahr 1890 dazu, dieses Gebäude zu errichten und darin eine Christbaumschmuckfabrik zu etablieren.
Ab 1960 beherbergte das Gebäude eine Porzellan-Manufaktur und Glasmalerei.
Etwa 100 Jahre nach der Erbauung erfolgte dann der liebevolle Umbau zum Wohn- und Gewerbehaus in der heute zu sehenden Form.