Fremdes Fuhrwerk belastete im Mittelalter die städtischen Wege so stark, dass Herzog Johann II. 1499 die Erhebung eines Wegegeldes genehmigte. Die anfallenden Gebühren wurden hier im Zollhaus der „oberen Pforte“ erhoben.
Nachdem das Gebäude dann als Bürgermeisterhaus gedient hatte, erwarb die Familie Böving Ende des 19. Jahrhunderts das nach einem Brand 1727 wiedererrichtete Gebäude.
Der neue Eigentümer baute den großen Saal an, der im Verlauf der Zeit als Unterstand für Pferde und die Postkutsche, als Tanzsaal, Kino, ja sogar als Rathaus und Poststelle genutzt worden ist.
Reisende entrichten heute hier deutlich lieber „Gebühren“, denn dafür wird ihnen in dem seit 1890 existierenden Hotel Böving eine geruhsame Nacht und nicht mehr die reine Durchfahrt gewährt.