Wann die Ev. Kirchengemeinde den zweigeschossigen Bau aus Bruchstein in unterschiedlicher Färbung und Formaten errichten ließ, ist urkundlich nicht zu belegen, wohl aber der Wiederaufbau 1727 bis 1729 nach einem Stadtbrand.
Die Bezeichnung “Organistenhaus” bezieht sich auf die ursprüngliche Nutzung als Raum für den Konfirmandenunterricht und die Wohnung des Organisten.
Der Orgeldienst war nachweislich von 1758 bis 1922 mit dem Amt des 1. Lehrers der Ev. Volksschule verbunden.
Der Unterrichtsraum wurde zwischen 1946 und 1965 noch einmal von der Realschule genutzt. Das Gebäude besteht aus zwei unterschiedlich alten Bauteilen.
Der kleinere jüngere Teil ist höhenversetzt angefügt. Mit dem leichten Knick in der Flucht der Außenmauer passt sich das ganze Gebäude der fast kreisrunden Randbebauung und dem Geländeniveau des Kirchplatzes an, der bis 1809 als Friedhof genutzt wurde.
Heute ist der Bau mit Wohnungen und Büroräumen in Privatbesitz.